Hilfe für Menschen am Rande des Lebens
Vertreter des WEISSEN RINGS besuchten das Therapiezentrum MAXIMILIANSHÖHE in Furth im Wald. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Arbeit mit Menschen, deren Leben durch schwierige Umstände aus der Bahn geworfen wurde.
Am Donnerstag, dem 30.08.2007 empfingen der Leiter des Therapiezentrums MAXIMILIANSHÖHE Furth im Wald, Ullrich Hoffmann, die Gesellschafterin Wilma Bröckelmann und Sozialpädagogin und Gruppentherapeutin Andrea Polzer drei Vertreter des WEISSEN RINGS der Außenstelle Cham: Annemarie Mühlbauer, Edda Meier und Ramona Hapke.
Gemeinsamkeiten ihrer Arbeit entdeckten sie sehr schnell: Der WEISSE RING betreut Opfer von Gewalt. Diese Menschen leiden meist ein Leben lang und bedürfen einer therapeutischen Betreuung. In der Langzeiteinrichtung zur Psychosozielen Rehabilitation MAXIMILIANSHÖHE werden auch Menschen therapiert, die Gewalt und sexuellen Missbrauch erfahren haben und in Drogen oder Alkohol ein Ende ihrer körperlichen und seelischen Qualen suchten.
Nachdem Hoffman und Bröckelmann die Einrichtung und den Therapieansatz vorgestellt hatten, berichteten sechs Bewohner der Einrichtung in einer Gesprächsrunde von ihrem Lebensweg, ihrer Sucht und ihren Erkrankungen: sachlich, schmucklos, ehrlich. Es war Gänsehautfeeling pur: Tragödien, Schicksale, eigenes Verschulden auf der einen Seite, auf der anderen duftete der von den Bewohnern für die Gäste selbst gebackene Kuchen auf dem festlich geschmückten Tisch.
Fotoquelle: Maximilianshöhe
Sechs Männer und eine Frau breiteten ihr Leben vor fremden Menschen aus und ernteten den Respekt der WR-Mitarbeiter. Während ihres oft mehrjährigen Aufenthalts in der offenen Langzeiteinrichtung hatten die Bewohner gelitten, gelernt und mit sich selbst gerungen, Hoffnung geschöpft. Die Ehrenamtlichen vom WEISSEN RING wünschten ihnen, dass sie ihre Ziele verwirklichen können: Die meisten Bewohner wollen irgendwann im Projekt „Teilstationäre Wohngemeinschaft“ einen Neuanfang wagen oder später sogar wieder einer eigenen Wohnung leben.
Neben der Resozialisierung möchte der Leiter der MAXIMILIANSHÖHE, Psychologe Ullrich Hoffmann, auch therapeutisch wirken. Mit sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen führen er und seine Mitarbeiter die Bewohner zurück in ein Leben, das sie oft schon vor vielen Jahren „verloren“ hatten. An den Maßnahmen zu Sozialisierung und Resozialisierung sollen sie sich aktiv beteiligen: Die Bewohner halten ihre Zimmer sauber, waschen ihre Wäsche selbst, arbeiten in der Küche, im Garten, in der Schreinerei sowie in der Kreativwerkstatt mit, nehmen an unterschiedlichen Behandlungsmaßnahmen und Veranstaltungen teil und kümmern sich um die Tiere. Derzeit betreuen 30 Mitarbeiter rund um die Uhr 66 Patienten im Alter von 20 bis 70 Jahren.
„Das Einstiegsalter für Alkoholabhängigkeit liegt heute bei 12, 13 Jahren“, sagte Hoffmann. „An einem Projekttag der MAXIMILIANSHÖHE Bayreuth kamen 5 von 25 Schülern morgens nicht nüchtern in die Einrichtung“, berichtete Wilma Bröckelmann. Flatrate-Trinken sei oft der Einstieg in den Alkohol-Missbrauch. Die MAXIMILIANSHÖHE sucht deshalb den Kontakt zu Further Schulen. In Projekten, wie „Aktive Suchtprävention“, erleben Schüler den Tagesablauf, hören Fachvorträge und unterstützen die Bewohner der Therapieeinrichtung in der täglichen Bewältigung ihrer Aufgaben. Die Bewohner klären die Schüler in geleiteten Gruppen über Suchtmittel und ihre Folgen auf.
Annemarie Mühlbauer, Edda Meier und Ramona Hapke lernten zum Abschluss ihres Besuchs bei einem Rundgang die Räumlichkeiten der Langzeiteinrichtung kennen. Sie wollen den Kontakt zur MAXIMILIANSHÖHE aufrecht erhalten. Zum Dank für den Besuch überreichte Ullrich Hoffmann den Gästen je ein Glas Honig aus der hauseigenen Imkerei.


Hallo,
da ich selbst mehrere Jahre in Wohngemeinschaften zur Hilfe für Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, gelebt habe, beeindrucken mich immer wieder Lebensgeschichten, die anderen Mut machen, sich zu verändern.
Alleine hätte ich mein Leben nicht wieder in den Griff bekommen. Durch viele Helfe, die mir bei der Basis gehlfen haben, lebe ich nun wieder glücklich und tzfrieden.
Gruß
Karsten