Kürzlich veröffentlichte das Institut FORSA die Ergebnisse einer Umfrage, die es im Auftrag von BITKOM durchgeführt hatte. Daraus geht unter anderem hervor, dass 2009 die Zahl der Betrugsfälle beim Online-Banking wieder ansteigt, nachdem sie im Vorjahr zurückgegangen war.
Auf der Basis der Umfrage-Ergebnisse und der Daten der Landeskriminalämter rechnet BITKOM mit bis zu 2.900 angezeigten Phishing-Fällen in diesem Jahr – ein Plus von rund 50 Prozent. Die Schadenssumme steige der Hochrechnung zufolge um 56 Prozent auf bis zu 11 Millionen Euro.
Kaspersky-Viren-Analyst Christian Funk bilanziert die aktuelle Gefahrenlage und die effektivsten Schutzmaßnahmen: „Die größte Gefahr beim Online-Banking sind Trojaner. Denn sie tricksen den
Benutzer durch eine Manipulation des Datenverkehrs aus. Dabei werden bei einer Online-Überweisung die für den Betrug erforderlichen Daten – etwa Empfänger, Kontonummer, Bankleitzahl und Geldbetrag – auf dem Weg zum Server der Bank abgeändert. Bei der Überweisungs-Bestätigung der Bank werden die ursprünglichen, vom Benutzer eingegebenen Daten wiederhergestellt. Der Anwender wähnt sich in Sicherheit. Die Wahrheit kommt erst nach der Abbuchung zu Tage.“
Anwender können sich vor Phishing durch die eigene Aufmerksamkeit (siehe dazu den Beitrag “Phishers Fritze klaut unsere Daten“), den Einsatz von Antivirenprogrammen und eine virtuelle Tastatur schützen. Einige Banken bieten hardwaregestützte Mechanismen, wie chipTAN oder mTAN an. Diese Verfahren sichern die Authentifizierung am Banking-Server.


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